Positive Bilanz 2007 für ein wirklich bürgernahes Unternehmen: die SPI+

Am 24. Juni 2008 stellt die SPI+ ihr Jahresergebnis im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung vor:

Abgesehen von ihrer positiven Bilanz ist die SPI+ besonders stolz, darauf hinweisen zu können, dass sie 2007 als Unternehmen resolut auf den Bürger zugegangen ist und nachhaltige Lösungen für ihre Produkte gefunden hat. 2008 setzt sie diese Unternehmenspolitik fort. An konkreten Beispielen fehlt es nicht (siehe hier unten), weder bei der Bewirtschaftung der Gewerbegebiete (Aufkauf unbebauter Grundstücke, Rückkehr der Wirtschaftstätigkeit in die Stadt, Wiederverwendung der Brachflächen …) noch bei ihrem Bemühen um Konzertierung und Vereinbarung des Gemeinwohls mit dem Einzelinteresse.

Mehr denn je stützen sich die Aktionen der SPI+ auf Werte. Für ihren Vorsitzenden, den Provinzabgeordneten Julien Mestrez, „trifft die SPI+ ihre Entscheidungen immer mit Blick auf ihr Ziel, ein bürgernahes Unternehmen zu sein, sei es bei der Bewirtschaftung der Gewerbeparks, beim Dienstleistungsangebot an die Betriebe oder bei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden“. Er erinnert an diese Werte:

  • Umsicht (beim Verkauf und bei der Größe der Grundstücke, bei der Rückverlagerung von Wirtschaftstätigkeiten in die Stadtzentren),
  • Aufgeschlossenheit (gegenüber den Kunden: den Verantwortlichen vor Ort, den Unternehmen, den Anwohnern …),
  • Transparenz (Einhaltung der öffentlichen Aufträge, Einstellungspolitik, ausführliche Information der Entscheidungsträger),
  • nachhaltige Entwicklung unserer Produkte und Einführung von Umweltschutzmaßnahmen in unseren Gewerbeparks (gemeinschaftliche Nutzung der Dienste, Wahrung des Landschaftsbildes, Umweltkorridore, Abfallentsorgung, sparsamer Umgang mit Energie …),
  • Objektivität (von einem unabhängigen Ingenieurbüro vorgeschriebene baulandschaftliche Maßnahmen für umweltbelastende Unternehmen),
  • Kohärenz (interne Umsetzung der angegebenen Werte, Spezialisierung zweier Personalmitglieder auf nachhaltige Entwicklung).

Françoise Lejeune, Generaldirektorin, ergänzt: „Bei ihren Überlegungen versucht die SPI+ immer, im Interesse der Allgemeinheit zu handeln, d.h. Wirtschaftswachstum und Lebensqualität dauerhaft auf einen Nenner zu bringen“.

Und Pierre-Yves Jeholet, stellvertretender Vorsitzender, fügt hinzu: „Diese Bemühungen sind um so wichtiger, als die SPI+ jetzt einen Gang zulegen muss, um all die Gewerbeflächen schnellstens zu erschließen, die ihr durch die einzelnen Neugliederungspläne zugewiesen worden sind; andernfalls wird sie nicht mehr in der Lage sein, die Nachfrage der Investoren nach Grundstücken zu befriedigen.“

Eckdaten 2007

  • 12.843.813 € Umsatz (d.s. etwa 10 % mehr als 2007),
  • 47 Gewerbeparks (Belegung: 88,91 %),
  • 1.842 Unternehmen in den Parks und Gebäuden der SPI+; diese beschäftigen 36.209 Personen;
  • 17 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen 2007, voraussichtlich etwa 285 neue Arbeitsplätze,
  • 4 Infrastrukturprojekte für Gemeinden abgeschlossen, 8 laufende Projekte und über fünfzehn Projekte in der Prüfphase,
  • 173 Unternehmen in den Gebäuden der SPI+ untergebracht,
  • 49 betriebsfertige Relaisgebäude, 3 im Bau und 4 in der Prüfphase,
  • 10 Unternehmungsforen ("Espaces Entreprise"), 2 im Bau und 1 in der Prüfphase,
  • 194 Anträge auf Investitionsbeihilfen bearbeitet,
  • 83 Urkunden über Verkäufe an Unternehmen, Gesamtfläche: 50 ha (ohne die Verkäufe an öffentliche Einrichtungen: 1,2 ha),
  • 198 Unternehmen warten auf ein Grundstück, das ihren Anforderungen entspricht.

DER BEZIRK LÜTTICH IM EINZELNEN

  • 21 Gewerbeparks (Belegung: 96,39 %),
  • 947 Unternehmen in den Parks und Gebäuden der SPI+; diese beschäftigen 21.495 Personen;
  • 12 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen 2007,
  • 5 Unternehmungsforen („Espaces Entreprise“), 2 im Bau und 1 in der Prüfphase,
  • 1 Projektpilot für ein Dienstleistungszentrum im LIEGE  Science Park,
  • 39 Urkunden über Verkäufe an Unternehmen,
  • 124 Unternehmen warten auf ein Grundstück, das ihren Anforderungen entspricht.

DIE BEZIRKE HUY UND WAREMME IM EINZELNEN

  • 9 Gewerbeparks (Belegung: 77,20 %),
  • 333 Unternehmen in den Parks und Gebäuden der SPI+; diese beschäftigen 4.603 Personen;
  • 3 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen 2007,
  • 5 Unternehmungsforen („Espaces Entreprise“), 2 im Bau und 1 in der Prüfphase,
  • 3 Infrastrukturprojekte für die Gemeinden Berloz, Fexhe-le-Haut-Clocher und Saint-Georges-sur-Meuse abgeschlossen,
  • 10 betriebsfertige Relaisgebäude,
  • 3 Unternehmensforen,
  • 19 Urkunden über Verkäufe an Unternehmen,
  • 34 Unternehmen warten auf ein Grundstück, das ihren Anforderungen entspricht.

DER BEZIRK VERVIERS IM EINZELNEN

  • 17 zu 86,48 % belegte Gewerbeparks im Bezirk Verviers (davon 4 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft),
  • 562 Unternehmen mit 10.111 Arbeitsplätzen in den Parks und Gebäuden der SPI+ (davon 155 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die 2.089 Personen beschäftigen);
  • 2 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen 2007,
  • 1 Infrastrukturprojekt für die Gemeinde Lontzen abgeschlossen,
  • 14 betriebsfertige Relaisgebäude (davon 3 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft) und 1 im Bau,
  • 2 Unternehmensforen (davon 1 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft) und 1 in der Prüfphase,
  • 25 Urkunden über Verkäufe an Unternehmen‚davon 1 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft),
  • 40 Unternehmen (davon 8 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft) warten auf ein Grundstück, das ihren Anforderungen entspricht.

LEUCHTTURMPROJEKTE

DER BEZIRK LÜTTICH IM EINZELNEN

STANDORT PIEPER – STADTINSEL

Der Standort Pieper im Norden der Stadt Lüttich soll dem Grundstücksmangel abhelfen: Er ist ein Paradebeispiel für die gelungene Ansiedlung und Integration von Unternehmen in das Stadtbild. Die umgenutzte ehemalige Industriebrache (Standort der Unternehmen Swennen und CE+T) bietet auf 1,2 ha Platz für 10 bis 15 Unternehmen, die dort ihre Tätigkeit ausbauen wollen.

Angenommen werden dort Leichtbau- und/oder Handwerksunternehmen wie Baufertigungsunternehmen, Glasereien, Photovoltaikbetriebe ... sowie Heizungs-, Sanitär- oder Fenstereinbaubetriebe ...

Vier Betriebe stehen auf der Warteliste für einen Gewerberaum, darunter die Ateliers Naos (Entwurf und Herstellung zeitgenössischer Möbel), die derzeit 6 Personen beschäftigen.

Mit der städtebaulichen Charta soll ein städtebaulich und architektonisch wertvolles städtisches Areal bewirtschaftet werden. Garant für die Kohärenz des Areals sind die Einhaltung und Umsetzung dieser Charta mit dem Ziel der

Integration in das Stadtviertel (gemischtes Wohnmilieu, Kleinbetriebe in einem einheitlichen Umfeld). Der einmalige Charakter der Gestaltung macht die Ausstrahlung des Standortes, sein Image nach außen aus.

Diese Betriebsansiedlungsstraße ist in Zusammenarbeit mit der Stadt Lüttich und der Wallonischen Region (DGATLP) und mit finanzieller Unterstützung des EFRE entworfen und verwirklicht worden.

Die Grundstücke werden Ende 2008 zum Preise von 58 €/m² zu haben sein.

DIE BEZIRKE HUY UND WAREMME IM EINZELNEN

31 GEMEINDEN AN DER SONNE

Die noch wenige genutzte Solarzellentechnik ist äußerst vielversprechend.

2006 waren 233 kWc in Wallonien installiert, der Bezirk Huy-Waremme aber hatte sozusagen keine Anlage. Mit diesem Projekt wird sich das ändern.

Jede Gemeinde dieses Bezirks erhält nämlich die Gelegenheit, eine oder zwei photovoltaische Anlagen auf einem oder zwei öffentlichen Gemeindegebäuden (44 insgesamt) zu installieren. Mit diesen Anlagen sollen die Bewohner dieser Gemeinden für die Solarenergie sensibilisiert werden. Jede Anlage wird jährlich etwa 4.000 kWh Strom produzieren. Insgesamt sollen mit dem Projekt 220 kWc Strom erzeugt werden: Dadurch wird sich die in Wallonien installierte Produktionsleistung nahezu verdoppeln.

Die SPI+ ist zusammen mit den 31 Gemeinden des Bezirks federführend für das Projekt: Sie übernimmt auch die Koordinierung.

Dieses Projekt wird vom EFRE und von der Wallonischen Region unterstützt. Ein bedeutender Teil des Etats wird für die Sensibilisierung und Information der breiten Öffentlichkeit bereitgestellt werden.

Gesamtetat: 1.196.175 €.

DER BEZIRK VERVIERS IM EINZELNEN

EAST BELGIUM PARK (127 HA IN DEN GEMEINDEN BAELEN, EUPEN, LONTZEN und WELKENRAEDT)

Mit dem 2004 gestarteten Projekt East Belgium Park sollen die bestehenden Gewerbeparks Eupen und Welkenraedt um 127 ha auf insgesamt 261 ha erweitert werden. Hinter dem Gewerbepark Hauts-Sarts entsteht somit hier der zweitgrößte Gewerbepark der Provinz.

Bei diesem Ausbau hat die SPI+ eine „NIMBY“ - Kommunikationsstrategie verfolgt: Sie hat den Kontakt zu den Anwohnern der 4 Gemeinden gesucht, kollektiv und individuell, und ihnen das Projekt im Vorfeld sowie die anschließenden Verfahren erklärt; sie hat ihnen aber vor allem klar gemacht, dass sie am Projekt mitarbeiten können.

Nicht weniger als 200 Anwohner haben daher an den Vorstellungssitzungen teilgenommen, und 30 von ihnen haben um eine persönliche Unterredung gebeten.

Hier einige der vorrangig berücksichtigten Einfälle:

  • Änderung des Straßenverlaufs, um die Belastung der Wohngebiete zu verringern;
  • Schnittstellen zwischen den Gewerbeparks und den Wohngebieten: Pufferzonen, Grünflächen, Einbeziehung umweltfreundlicher Fortbewegungsmodi wie Rad- und Gehwege.

Weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung sind ebenfalls vorgesehen:

  • Umsetzung des Mobilitätsplanes,
  • Maßnahmen zugunsten der langsamen Verkehrsteilnehmer (Geh- und Radwege),
  • Förderung des Verkehrsverbundes Bahn/Straße,
  • die Stadtbau- und Umweltcharta (die Versiegelung von Bodenflächen darf einen bestimmten Prozentsatz nicht überschreiten, ...),
  • Interesse am Bau eines Windradparks.

INTERVAPEUR-Standort - Schlachthof

Den Intervapeur-Standort (Industriebrache) in Verviers hat Electrabel teilweise saniert.

Einige Gebäude, Straßen und zahlreiche Schächte deuten jedoch weiter auf ein unterirdisches Streckennetz hin. Der Schlachthof ist völlig heruntergekommen. Mit dem Projekt sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt Verviers die Gebäude abgerissen, die Infrastrukturen entfernt und die Böschungen befestigt werden. Danach sollen neue Straßen angelegt und erschlossen werden, damit das Gelände als städtisches Betriebsgebiet genutzt werden kann, auf dem unter anderem die Außenstelle Verviers des Kompetenzzentrums Construform angesiedelt werden soll.

Nach der Sanierung wird die SPI+ das Gelände erschließen  und die Parzellen anschließend an Unternehmen verkaufen.

Gesamtetat: 3.508.919 €.